Virtuelle Konferenz

Umwelteinflüsse

Für eine nachhaltige Veranstaltung ist die Reduktion der Reisen die wirkungsvollste Massnahme.
Am umweltfreundlichsten ist es, eine Veranstaltung virtuell durchzuführen. Die hierdurch entstehenden Treibhausgas-Emissionen (Definition TGH: 1) sind minimal [2, 3].

Kg CO2-Äquivalente, die durch die Hin- und Rückreise von Paris Gare du Lyon und Zürich Hauptbahnhof emmitiert werden. PKW: 365,29 kg. Flugzeig: 335,77 kg. Bahn 40,44 kg. 4 Stunden Videozuschaltung 0,17 kg.
Kg CO2-Äquivalente, die pro Person durch die Hin- und Rückreise zwischen Zürich Hauptbahnhof und Paris Gare de Lyon, respektive für 4 Stunden virtuelle Präsenz, emittiert werden.
Datengrundlage: Berücksichtigt den Betrieb, die Energiebereitstellung, die Herstellung, den Unterhalt, sowie die benötigte Infrastruktur [4].
Annahmen und Berechnungsgrundlagen [5].

Zeiteinsparung

Nebst den reduzierten Umwelteinflüssen sind die Zeiteinsparungen der zentrale Vorteil einer virtuellen Zuschaltung. Gerade Experten/innen aus dem Ausland erhalten so eine effiziente Möglichkeit, an Ihrer Konferenz zu referieren.

Zeitaufwand durch eine potentielle Anreise (Hin- und Rückfahrt Paris Gare de Lyon, Zürich HB). Auto 13 Stunden. Zug 8.5 Stunden, davon 7 nutzbar. Flug 8 Stunden, davon 2 nutzbar. Aufwand Vorbereitung virtuelle Zuschaltng ca. eine Stunde
Zeitaufwand pro Person für die Hin- und Rückreise zwischen Zürich Hauptbahnhof und Paris Gare de Lyon, respektive für 4 Stunden virtuelle Präsenz.

Annahmen und Details [6].

Der Videokonferenzdienst (ID MMS-VC) der ETH Zürich

Der Videokonferenzdienst unterstützt alle ETH-Angehörigen bei der Planung und Durchführung von Videokonferenzen in allen gängigen Formaten.

An den Standorten Zentrum und Hönggerberg verfügt die ETH über voll ausgestattete Videokonferenzräume. Darüber hinaus stehen verschiedene Leihkunden zur Verfügung, die unabhängig vom Standort auf dem Campus genutzt werden können (ID MMS Infrastruktur und Support).

Double 2 Telepresence Roboter mit IPadBei Konferenzen können auch soziale Interaktionen wichtig sein, beispielsweise beim Apéro. Hier kann der Telepresence Roboter DOUBLE 2 mit iPad (https://www.doublerobotics.com/) auf spielerische Weise Abhilfe schaffen.

Weitere Informationen zu den Dienstleistungen des ID MMS-VC, den vorhandenen Infrastrukturen und Systemen (z. B. eine Liste der Videokonferenzräumen) etc. finden Sie auf der Seite des Videokonferenzservices der ETH.

Die Reservation sowie Organisation der Videokonferenzen läuft über Christopher Sauder. Hörsäle sowie Multifunktionsräume müssen über die Raumreservation reserviert werden.

Trotz den Möglichkeiten, die eine Videozuschaltung mit sich bringt, gibt es Knackpunkte die berücksichtigt werden müssen:

  • Nicht alle Räume sind für eine Videoübertragung geeignet, informieren Sie sich im Vorfeld.
  • Achtung, Zeitverschiebung!
  • Bei Konferenzen, die ganzheitlich virtuell abgehalten werden, ist auch die Ausrüstung der anderen Hochschulen / Teilnehmenden von grosser Wichtigkeit.




[1]: Treibhausgase (THG) sind Gase, welche einen Teil der, vom Boden abgegebenen, langwelligen Wärmestrahlung absorbieren, und diese wieder in alle Richtungen, also auch wieder zum Boden hin, abgeben. Die natürlich vorkommenden THG sind nötig, damit die Temperatur der Erdoberfläche im globalen Mittel auf ca. 14°C liegt (https://data.giss.nasa.gov/gistemp/faq/abs_temp.html). Ohne diesen Effekt (Treibhauseffekt), läge das globale Mittel bei -18°C.
Die anthropogenen, also vom Menschen verursachten THG, reichern sich jedoch seit der Industrialisierung in der Atmosphäre an, und verursachen so eine zusätzliche Erwärmung der Erdoberfläche (globale Erwärmung). Die anthropogenen THG entstehen hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, Abholzung und Brandrodung, Landwirtschaft, sowie durch die Abfallbewirtschaftung. Die THG-Emissionen werden meist in CO2-Äquivalenten angegeben, welche alle emittierten THG anhand ihrer relativen Wirkung auf den Treibhauseffekt zusammenfassen (https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/klima/daten-indikatoren-karten/daten/treibhausgasinventar.html).

[2]: Warland, L. & Hilty, L. M. (2016). Factsheet: Dienstreisen. Nachhaltigkeitsteam, Universität Zürich.

[3]: Coroama, V. C., Moberg, Å., & Hilty, L. M. (2015). Dematerializationthrough electronic media?. In ICT Innovations for Sustainability (pp. 405-421). Springer, Cham.

[4]: Mobitool-Faktoren v2.0: Die Excel Datenbank mit aufbereiteten ecoinvent-Umweltdaten und Emissionsfaktoren.

[5]: Auto: Mittelklassewagen, Abgasnorm EURO 6, Benzin, eine Person, 1200 km.
Flugzeug:
Zürich (ZRH) - Paris (CDG) Nonstop, Belegung 76%, Business-Class, 980 km. Zugtransfer CH: Regionalverkehr nur S-Bahn, Belegung 26%, 21.2 km. Zugtransfer Paris: Durchschnitt Regional- und Fernverkehr, Belegung 38%, 34 km.
Bahn:
Zürich HB - Basel SBB: Fernverkehr, Belegung 30%, 180 km. Basel SBB - Paris Gare de Lion, Hochgeschwindigkeitszug (TGV), Belegung 55%, 1120 km.
Virtuell:
Strommix Frankreich vom 19.11.19 08:45: Atom 59%, Wasser 19%, Erdgas 13%, Kohle 2%, Erdöl 2%, Biogene Treibstoffe 1%, Weitere 3%.

[6]: Virtuell: Total 1 Stunde. Einrichten und testen (eigene Schätzung).
Flugzeug:
Total 8 Stunden. Transfer Zürich HB - Zürich Flughafen (2 * 15 min), Transfer Paris Charles de Gaulle - Paris Gare de Lyon (2 * 45 min), Check in und Wartezeit an Flughäfen (2 * 90 min), Gepäckausgabe (2 * 15 min), Flugzeit (2 * 75 min).
Bahn:
Total 8.5 Stunden. Zürich HB - Paris Gare de Lyon inkl. Umsteigen (2 * 270 min).
Auto:
Total 13 Stunden. Zürich HB - Paris Gare de Lyon (2 * 390 min), tanken, Parkplatz suchen und Pausen (60 min, eigene Schätzung).