Labeling

Das Label

Die Stiftung Pusch betreibt seit 2001 mit Labelinfo.ch eine Informationsstelle für Umwelt- und Soziallabels, welche Informationen zu 135 Gütesiegeln und 19 Deklarationen zur Verfügung stellt. Auch für den alltäglichen Einkauf finden Sie hier spannende Informationen.


Produkte aus ökologisch verträglichem Anbau

Ob der ökologisch verträgliche Anbau (z. B. IP Suisse, BIO) die Umweltbelastung eines Betriebs verringert, wird zurzeit intensiv diskutiert [1, 2]. Diese Produkte weisen im Schnitt tiefere Umweltwirkungen pro Hektar aus, während die Umweltwirkungen pro Kilogramm Produkt in der Tendenz höher sind [3,4]. Wegen des reduzierten Nährstoffeinsatzes und der im Ganzen geringeren Ökotoxizität sind diese Systeme insbesondere für die Biodiversität vorteilhaft [3, 4, 5, 6]. Gesamthaft bieten diese Systeme vielversprechende Lösungen an, wenn der totale Flächenbedarf aufgrund der geringeren Erträge nicht ansteigt. Deshalb ist es zentral, diese Produktionssysteme mit einer Reduktion von tierischen Produkten (und somit der dafür benötigten Flächen für Futtermittel) und von Abfällen zu kombinieren [7].


Produkte aus fairem Handel

Durch fairen Handel werden langfristige und partnerschaftliche Handelsbeziehungen gefördert, welche den Produzenten/innen im Süden einen fairen Zugang zum Weltmarkt verschaffen und das Produktionsrisiko minimieren [8].

Einige Fair-Trade-Labels verpflichten sich nicht nur zu sozialen Kriterien (z. B. Verbot von Kinderarbeit, Einhaltung von Mindestlöhnen), sondern auch zu ökologischen (z. B. Einhaltung von Pufferzonen zu Gewässern).

 

Tierhaltung

Bezug von tierischen Produkten, welche die RAUS-/BTS-Anforderungen erfüllen und so das Tierwohl berücksichtigen.

Eier sollten von Hühnern aus Freilandhaltung stammen.



[1]: Niggli, U., Fliessbach, A., Hepperly P., Scialabba, N., 2009. Low Greenhouse Gas Agriculture: Mitigation and Adaptation Potential of Sustainable Farming Systems. FAO, Rev. 2

[2]: Tuomisto, H. L., Hodge, I. D., Riordan, P., & Macdonald, D. W. (2012). Does organic farming reduce environmental impacts?–A meta-analysis of European research. Journal of environmental management, 112, 309-320.

[3]: Sanders, J., & Heß, J. (2019). Leistungen des ökologischen Landbaus für Umwelt und Gesellschaft (No. 65). Thünen Report.

[4]: Seufert, V., & Ramankutty, N. (2017). Many shades of gray—The context-dependent performance of organic agriculture. Science advances, 3(3), e1602638.

[5]: Hole, D.G., Perkins, A.J., Wilson, J.D., Alexander, I.H., Grice, P.V., Evans, A.D., 2005. Does organic farming benefit biodiversity? Biological Conservation 122: 113-130.

[6]: Fuller, R. J., Norton, L. R., Feber, R. E., Johnson, P. J., Chamberlain, D. E., Joys, A. C., ... & Wolfe, M. S. (2005). Benefits of organic farming to biodiversity vary among taxa. Biology letters, 1(4), 431-434.

[7]: Muller, A., Schader, C., Scialabba, N. E. H., Brüggemann, J., Isensee, A., Erb, K. H., ... & Niggli, U. (2017). Strategies for feeding the world more sustainably with organic agriculture. Nature communications, 8(1), 1290.

[8]: Swiss Fair Trade Grundsätze und Standards 11. Juni 2015